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Wow.

Es ist wirklich schwierig, so ein Wochenende in Worte zu fassen. Basti hat es versucht, und er geht ins Ziel:

Wow! Ich wünscht, ich wäre nicht ganz so schnell in andere Aspekte des Lebens zurückgeschnipst. Aber es hallt noch ordentlich nach. Und wenn ich dann Mails von Freunden bekomme, zu deren Rennerfahrung ich aufschaue und die mir sagen, dass das Rennen von dem ich ein Teil bin das beste gewesen sein soll, was sie bisher erlebt haben, dann macht das ne Gänsehaut. Und verdammt stolz und noch wichtiger: Verdammt dankbar gegenüber den Menschen mit denen man das zusammen machen durfte. Danke an den engen Kreis um Gerolf und Tias und viele andere Leute in Leipzig, die sich von uns mit dieser verrückten Idee haben anstecken lassen. Ganz oft in den letzten Monaten hab ich mir gewünscht näher bei euch zu sein, weil die hunderten Mails über lauter grosse und kleine Entscheidungen und Abstimmungen und die vielen Telefonate eben doch nicht die verrauchten Küchentische mit Freunden ersetzten, an denen Critical Dirt keimt und reift. Um so intensiver waren diese 5 Tage Leipzig mit euch allen. Und um so großartiger als Gastgeber-Gast so viele sympathische Gäste zu haben. Das war nur körperlich Arbeit. Für den Kopf war es eine Menge Aktiv-Urlaub.

Ich möchte auch für jede Menge Vertrauensvorschuss Danke sagen. Von Sponsoren, die uns seit Monaten in Verlegenheit gebracht haben und deren Engagement wir hoffentlich gerecht geworden sind. Und auch für den Vertrauensvorschuss von euch Teilnehmern, die geduldig nach ihrer Startgeldüberweisung abgewartet haben, wann wir mit dem genauen Wann und Wo und Wie herausrücken anstatt uns mit dem Geld kollektiv nach Portland abzusetzten ;-) Und zu guter Letzt ist es auch der Vertrauensvorschuss von Leuten, wie dem Friseur-Nachbaren des Herbert Kresse–Alex, der mal eben seine Exfrau anrief, weil er der Meinung war, den Jungs und Mädchen sollte geholfen werden, wenn sie Bierbänke brauchen, um ein merkwürdiges Radrennen noch besser zu machen…

Nichts davon ist selbstverständlich. Das wissen wir. Aber all dies macht Critical Dirt überhaupt erst möglich. Und was ihr Teilnehmer aus dem Rennen gemacht habt, das ließ zumindest mir den Mund offen stehen. 5-10 Leute, die sportlich unterwegs sind – das war absehbar. Aber nicht ca. 20 Leute, die wie die Wahnsinnigen mit 35 km über staubige Feldwege platzen und uns jede Etappe bangen lassen, ob wir denn das Ziel vor den Fahrern erreichen. Der schönste Aspekt war am Samstag vom Start über Etappenziele bis nach LE zuzusehen, wie ihr euch näher kommt. Wie ihr gelöster und enger miteinander werdet, mit zunehmenden Schmerzen und zunehmendem Grinsen. Und jede Etappe wieder habt ihr versucht, euch die Butter vom Brot zu nehmen – nur um dann einträchtig miteinander zu baden und zu lachen. Besser kann man den Spaß am Rennenfahren nicht transportieren. Großartig. Und dass der Sonntag genau da anknüpfte, wo wir vor 2 Jahren stehen geblieben waren, das ist mir sogar erst Montag klar geworden. Ich hab es geliebt euch den Hang runterfräsen zu sehen und war mir nicht sicher, ob ich auch so hemmungslos in diese nächste verdammt lose Kurve geknallt wäre, wie ihr es getan habt. Chapeau.

Wir hatten eine Generalprobe für uns auf dem Kurs. Und wo hat man sonst noch Generalproben? Richtig! Wir haben eigentlich ein Theaterstück produziert und aufgeführt. Wir hatten ein tolles grobes Script, tolle Beleuchter, Bühnenbildner und Maskenbildner. Und ihr ward fantastische Hauptdarsteller. Mit Musik drin. Zum Glück haben wir 2-3 Fotografen vor Ort gehabt, die manche Momente der Aufführung wunderbar dokumentiert haben.

Fazit:
Ich rate jedem dringend ab, so etwas zuhause nachzuspielen, denn man wird verrückt daran, aber es ist eines der geilsten Gefühle der Welt, es trotzdem zu tun.

basti

So, und das alles jetzt wegen einem Fahrradrennen? Jawohl, na klar, natürlich! Bleiben Sie auf dieser Frequenz, wir senden vorerst weiter (vertreten Sie sich ihre Füße bis dahin bitte hier).

Und den Dank, der uns da aus Heidelberg erreicht, den geben die Genannten sehr gern zurück. It’s a group-hug-thing.

GEFLÄSHT!!!

Wir sind maximalst gefläsht. Später mehr.

Race!

It’s a gift to be in each other’s lifes, racing Cyclocross and having our support and camaraderie.

Let’s represent, make lifelong memories and RACE!

Haben wir uns mal ausgeliehen. Klingt so schön. Wir rollen.

Wombats!

Radfahren Männersport. Radfahren Männersport? Wenn man sich unser Peloton so anschaut, könnte man fast so denken. Und mit dieser Konstellation sind wir wohl auch nicht allein. Woran liegt’s? Männerschweiß, Bescheidwisseratzen, Testosteronblindgängerei? Vorsicht, Unlust, Sonnenschein? Wir wollen an dieser Stelle nicht weiter darüber mutmaßen. Erfreut sind wir über die Frauen, die sich gemeldet haben; sorgen sie doch mit ihrem Erscheinen unter anderem für unsere egoistische Rückversicherung, daß eben doch mehr geht als reine Männerbespaßung mit allen zuweilen zutage tretenden Begleiterscheinungen. Okay, wir sind nicht eben weit weg davon. Wir beten – und das ist der Brückenschlag – nochmals unsere Koordinaten herunter: Dreck, Rennlenker, Ausdauer, Schnellkraft, Otter. Und als wir das im Frühling schonmal taten, fügte sich eins zum anderen und es ergab sich ein Kontakt zu: Jacquie Phelan. Jacquie Phelan? Jacquie Phelan!

Sie war eine der ersten, wenn nicht gar DIE erste Frau auf einem Mountainbike. Sie ist Mitglied der Mountainbike Hall of Fame. Sie war in dreimaliger Folge NORBA-Champion. Sie gründete die Women’s Mountain Bike and Tea Society. Sie nannte sie WOMBATS. Sie fährt am liebsten im Gelände. Mit Dropbar und ihr Rad heißt Otto. Und spätestens da hatte sie uns.

Ladies and Gentlemen, alles was wir Ihnen hiermit sagen wollen, ist: Die WOMBATS-Wertung des Critical Dirt 2010, in anderen Zusammenhängen auch als Damenwertung bekannt, wird von keiner anderen beschickt als: Jacquie Phelan! Und zwar in Handarbeit.

Und damit wäre nebenbei bewiesen: Es IST kein Männersport. Und wenn es an unseren Startlinien – andere sind da sicher weiter – ein paar Ideen öfter Who’s THAT girl? heißt, können wir dies erstens auch ganz praktisch glauben und uns zweitens die anfänglich aufgeführten Fragen sparen. Drittes Jahrtausend fetzt, wir hoffen. (Und tun das alles natürlich trotzdem für alle.)

Plakatiert!

In den nächsten Tagen – es sind ja nur noch ein paar! – werden hier und *da draußen* ein paar kleine Knaller hochgehen. Letztenendes machen wir den ganzen Critical Dirt Zauber ja auch deswegen: Wegen der völlig ernstgemeinten Übertreibungen, die uns zuweilen ein diebisches Grinsen zwischen die Ohren ziehen und in der Hoffnung, diesen Effekt auch bei unseren Gästen beobachten zu können. Ein paar Leute fahren durch die Landschaft und wir brauchen dafür unbedingt noch T-Shirts? Trikots? Lustige Silbertaler, die man vorn an Fahrradrahmen dranschrauben kann? Und Rahmen, die… Und dann noch…? Wir hätten eine ganze Reihe Erklärungen für derartige Eskapaden, die kurze heißt: Weil wir Bock drauf haben. Und die reicht uns eigentlich auch. Mit den Knallern jedenfalls ist es so, dass ein tief empfundenes “Eigentlich wollten wir schon immer mal…” in ein überzeugend vorgetragenes “Mutti, es passiert!” transformiert wird. Und so wird ein Koffer voller Ideen in die Luft geworfen, aus allen möglichen Blickwinkeln betrachtet und der glitzernde Niederschlag zusammengekehrt. Nicht alles landet dort, so verhält es sich auch mit den hier ehedem angekündigten Plakaten. Nichts ist draus geworden, doch Trübsinn machte Geschäftigkeit Platz. Und somit präsentieren wir hier und verdammt exklusiv: Das wirkliche Critical Dirt 2010 Plakat. Aus der Feder von Ralph Niese, entstanden mit Unterstützung von Sebastian Burger, gedruckt von Zauner Druck. Seht selbst.


Was wir damit vorhaben, erklären wir noch. Eins ist sicher: Es sind genug für alle da. Und noch sicherer: T-Shirts, Plakate, Trikots und was auch immer kann man zwar auch in einstelliger Zahl und nur für sich selbst produzieren, dabei fehlte dann aber auch einer der wichtigsten Teile der Gleichung Critical Dirt: Ihr. Und auf den freuen wir uns schließlich mächtig, bis demnächst!